1 Missionar — 1 Marathon — Ziel: 1000 Euro — Christoph Weber läuft für die LKM

Zieleinlauf 2012; Mitte: Christoph Weber

Zieleinlauf 2012; Mitte: Christoph Weber

„Letztes Jahr habe ich es in 11 Stunden 15 Minuten geschafft und hoffe, es in diesem Jahr in unter 10 Stunden zu schaffen.“ Missionar Christoph Weber ist gut im Training. Er bereitet sich auf den „Comarades“-Marathon vor, der seit 1921 zwischen den südafrikaischen Städten Durban und Pietermaritzburg ausgetragen wird. 86,9 km beträgt die Strecke, 810 Meter der Höhenunterschied, aber durch das viele Bergauf und Bergab kommen etwa 3.000 Höhenmeter zusammen: Eine echte Herausforderung! 18.000 Teilnehmer sind in diesem Jahr angemeldet. Es ist der traditionsreichste „Ultra-Marathon“ der Welt. Das Fernsehen in Südafrika überträgt ihn in voller Länge. Am Sonntag, den 2. Juni um 5.30 Uhr ertönt der Startpfiff.

Aber Missionar Weber möchte nicht „nur laufen“, sondern in diesem Jahr für einen guten Zweck an den Start gehen, nämlich für seine missionarische Arbeit in Südafrika. Dafür sucht er Sponsoren, die seine Laufstrecke unterstützen: 1000 Euro sind das Ziel.

Wer macht mit? Wer sponsert einen oder mehrere Kilometer zum „Stückpreis“ von 12 Euro? Es geht ganz einfach: Auf der LKM-Webseite steht ein Sparschwein. Wer es anklickt, kann sich sofort seine(n) Kilometer sichern!

Wie viele Kilometer schon vergeben sind, wird regelmäßig hier veröffentlicht:

Vergebene Kilometer (Stand 17. Mai 9 Uhr): 10

Fotos vom Comrades-Lauf 2012:
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(Fotos: C. Weber)

Predigt zur Trauerfeier für Missionar i. R. Dr. Friedrich Dierks

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 1. Kor. 8,9

Liebe Angehörige, bes. liebe Hanna und Kinder, liebe Mittrauende!

Es ist schon lange her, dass Friedrich mich bat, die Predigt bei seiner Beerdigung zu halten. Vielleicht, weil ich damals sein Gemeindepastor war, weil wir uns recht gut verstanden. Aber ich denke, was uns am meisten verbunden hat, war die offene und freie Freude am Evangelium: dieser Reichtum, der uns geschenkt ist durch Christus. Es gibt einen Reichtum für die Armut unserer Herzen, das ist die Botschaft vom Armutsweg Christi für uns durch Leiden und Sterben zur Herrlichkeit.

Mit dem Bibelwort, das Friedrich für seine Bestattung aufgegeben hat, ist Missionar Dierks damals nach Afrika gegangen. Wie diese Botschaft ihn begleitet hat, will ich versuchen an drei Begegnungen mit ihm zu predigen. Viele von Euch könnten sicher weit mehr sagen.

- Meine erste Begegnung mit Friedrich war in Groß-Oesingen. Wir hielten eine Kinderwoche mit dem Thema Mission. Mit den Kindern spazierten wir nach Klein-Oesingen zu seinem Elternhaus. Dort unterm Schirm wartete Missionar Dierks auf uns. In seiner freundlichen Art erzählte er den Kindern von Afrika, vom Leben der Eingeborenen und ihrer Kultur. Doch vor allem hörten wir von dem Heiland, den er bringen durfte. Mir wurde damals etwas deutlich: Seine Botschaft: Christi Armut – Reichtum für die Heiden sollte nicht armen Heiden den Reichtum europäischen Geisteslebens bringen, sondern armen Sündern den Reichtum der Gnade in ihre Lebenswelt tragen.

Missionar Dierks der mit seiner lieben Frau, wie man ihn zuerst nannte: unter den Ruinen lebte, versuchte – selbst in eigenen ärmlichen Verhältnissen – mit Wort und Tat etwas von der reichen Liebe Christi weiter zu geben.

Ein Beispiel, das er später selbst erzählte, mag mehr reden als viele Gedenkworte. Ein junger Schwarzer fand zurück zum Glauben:

“Als er noch zu Hause war, hatte er erlebt, dass der damals noch junge weiße Missionar Dierks zu seiner Großmutter gerufen wurde und mit ihr gebetet hatte. Aber danach war etwas geschehen, was sich ihm unvergesslich einprägte: Weil die alte Frau ins Hospital gebracht werden musste, nahm der junge Weiße die schwarze Großmutter auf seine Arme, trug sie selbst in sein Auto und fuhr sie zum Hospital, – weiter nichts. Aber dass dies ein junger weißer Mann für seine arme schwarze Großmutter tat, das hatte dem Enkel etwas gezeigt von der Liebe und Barmherzigkeit Jesus.” – Mag uns der Reichtum der Liebe Christi hier an seinem Sarg wieder rufen: Bleibt in Wort und Tat Botschafter der guten Nachricht, über der inneren und äußeren Armut unserer Mitmenschen!

- Die zweite Begegnung liegt viel später. Friedrich war nach schwerer Herzoperation in Bremen geistig sehr geschwächt, sehr vieles war aus seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. So musste er noch längere Zeit in einer entsprechenden Krankenstation verbringen. Ich besuchte ihn dort. Liebevoll fragte er immer wieder: „Wie geht es dir und deiner Familie?“ Viel weiter kamen wir im Gespräch nicht. Zum Schluss betete ich bekannte Worte aus dem 31. Psalm: HERR, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.

Ergriffen und sehr erstaunt schaute er mich an: „Das kannte ich überhaupt noch nicht. Wo steht denn das? Ich möchte es gern nachlesen.“

Betroffen verließ ich das Krankenhaus. Wie arm kann unser Leben werden, sodass alle verloren geht. Und trotzdem ist es die reiche Botschaft Gottes, die uns wieder neu bewegen kann.

Die Gnade unserer Herrn Jesus Christus war nicht nur etwas, was er verkündigen durfte. Sie war das, was auch seine innere Armut wieder neu reich machen durfte, und das nicht nur in seiner Krankheit sondern auch im angefochtenen, belasteten Alltag seinen Lebens.

Möge das auch uns hier trösten, dass die Botschaft Christi auch unserer Dunkelheiten durchdringt: Auch über unserer Trauer, auch unserer Schwachheit, Verlorenheit, Versagen und Schuld steht: In deine Hände befehle mich meinen Geist, du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. – Solch ein Gebet wünsche auch gerade Dir weiterhin, liebe Hanna, die du so viele leichte und schwere Wege mit Friedrich gegangen bist.

Meine dritte Begegnung: Die Angehörigen eines guter Freundes und Mitmissionars, der allerdings nicht der SELK angehörte, baten Friedrich um die Beerdigungspredigt. Friedrich war unsicher. Er fragte mich, ob er es tun dürfe und solle. Ich machte ihm fröhlichen Mut dazu: Es geht doch auch dort um die frohe Botschaft von der Auferstehung.

Er entschloss sich, ja zu sagen und bat mich um einen Tipp für die Ansprache. Ich gab ihm die folgende Geschichte mit, die er dann verwertete: - Ein Missionar in Neuguinea suchte lange Zeit vergeblich nach einer passenden Übersetzung des Wortes HOFFNUNG. Man übersetzte es zunächst mit WARTEN, war sich aber bewusst, wie wenig damit ausgedrückt wurde.  – Im Jahr 1909 musste er drei Kinder in Deutschland zurücklassen. In Neuguinea wurde der Missionarsfamilie ein Söhnchen geschenkt. Die Freude war groß. Doch als das Kind kaum ein Jahr alt war, wurde es todkrank und starb. – Der Missionar erzählt:  “Wie ich am nächsten Vormittag den Sarg zimmerte und Tränen flossen, beobachtete mich aufmerksam ein Eingeborener. Endlich fing er teilnahmsvoll an:

 ’Dein Sohn ist tot, werdet ihr jetzt weggehen?’ -  ‘Nein!’

 ’Aber ihr werdet auch sterben, und was machen dann eure Kinder?’

 ’Die sind in Gottes Hand.’

 ’O, Herr, sagte der Eingeborene -und eine Träne glänzte in seinem dunklen Auge-, was seid ihr Jesus-Leute für Menschen! Ihr habt andere Herzen als wir. Aber nicht wahr – Ihr könnt durch den Horizon sehen?’

 ’Ja, sagte ich, ‘mein Freund, das können wir: Wir sehen durch den Horizont in den Himmel hinein.’ – Da ging es mir durch den Sinn: Das gibt ein schönes Wort für HOFFNUNG! -

Wir dürfen heute hier am Sarg von Dr. Friedrich Dierks dankbar gegen Gott zurückschauen an den Reichtum seines Lebens und Wirkens, mit dem Gottes Liebe sein Leben erfüllt hat und Euch, seine Familie, beschenkt hat.

Wir dürfen heute mit ihm auch seine Armut bekennen, die auch sein Leben belastet hat, sein Versagen, seine Schwächen, sein Misslingen. Doch das wird überstrahlt und bedeckt von der Armut Christi am Kreuz, die Friedirch Dierks Leben immer wieder reich werden ließ in Gottes Wort, in Beichte und Abendmahl.

Doch größer als alles Gedenken auch an den wissenschaftlichen, sprachbegabten und heimatverbundenen Dr. Friedrich Dierks bleibt uns heute über allem Rückblicken und Trauern dieses Wort für HOFFNUNG.

Fröhlich weitet sich unser Blick hin zu dem Reichtum, den Friedrich jetzt hat. Wir schauen gläubig-dankbar durch den Horizont des Todes auf den Reichtum des Himmels, den Christi Armut ihm jetzt endgültig schenkt.

Uns möchte für unsern Lebensweg bleiben, was Dr. Friedrich Dierks nun in die Ewigkeit leiten darf:  Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.  Amen

Pfarrer i.R. Matthias Griesheimer

Die Lange Nacht der Toleranz

Am 16. April fand zum ersten Mal die „Lange Nacht der Toleranz“ statt. Es handelte sich hierbei um eine bundesweite Aktion, bei der im ganzen Land Vereine und sonstige Organisationen eingeladen waren, ihre Arbeit für mehr Toleranz in der Gesellschaft vorzustellen. Wir von der Brücke haben gerade noch rechtzeitig davon erfahren, uns bei der Stadt Leipzig um eine Teilnahme beworben – und tatsächlich den Zuschlag bekommen. Somit wurde die Brücke – übrigens unseres Wissens in Leipzig der einzige christliche Teilnehmer an der Aktion – nicht nur offiziell in den lokalen Medien und im Programm zur Leipziger „Langen Nacht der Toleranz“ erwähnt, sondern wir haben im Nachgang auch die Möglichkeit, sämtliche Kosten für diesen Abend aus öffentlichen Geldern zurückerstatten zu lassen.

Die Organisation unserer Aktion übernahmen Hugo Gevers und Manja Kalberlah, die bei den praktischen Vorbereitungen von einigen unserer iranischen Brüder (allen voran Khosrow und Arash) und von Jutta Gevers tatkräftig unterstützt wurden. Auf dem Programm standen ein Podiumsgespräch in der Lukaskirche und anschließend ein gemeinsames Abendessen in der Brücke.

Das Podiumsgespräch wurde von Hugo Gevers moderiert. Übersetzt hat Reza, der selbst auch mit vorn saß. Die anderen drei Sprecher waren Arash, Khosrow und Christian Kalberlah. Während uns Reza, Arash und Khosrow von ihrer Flucht und von der aktuellen Situation in Deutschland berichteten, sprach Christian als Deutscher von seinen beruflichen und privaten Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen. Es war eine insgesamt sehr bewegende Stunde, denn vor allem die Fluchtgeschichten, die Ängste, Gedanken und Gefühle unserer Brüder aus dem Iran waren sicher so manchem Zuhörer vorher noch nicht so im Bewusstsein. Am Ende stand die Erkenntnis, dass Integration immer ein Prozess sein sollte, der von zweiseitiger Bemühung und gegenseitigem Respekt getragen wird.

Die Theorie wurde dann auch gleich handfest auf die Probe gestellt, als sich wenig später Deutsche und Iraner und Kurden und Amerikaner und Südafrikaner, Volkmarsdorfer und Gohliser, Christen und Nichtchristen, Große und Kleine, Arme und Reiche, Behinderte und Nichtbehinderte und vorübergehend Behinderte, Arbeitslose und Berufstätige und Rentner alle zusammen bei Nudelsalat, Würstchen und einer überirdisch guten Suppe in der Brücke trafen. Und… Es war schön!

Herzlichen Dank an die Organisatoren für die harte Arbeit, an die Sprecher für ihren Mut und ihre Offenheit – und nicht zuletzt an alle Gemeindeglieder und Gäste, die sich auf den Weg gemacht haben, um miteinander ein deutliches Zeichen für Toleranz zu setzen.

Missionar Hugo Gevers

“Gottes Geist ist in einer klaren Mission tätig!” – Missionskollegium tagte in Bleckmar

Bergen-Bleckmar/lkm 21.3.2013 Zwei Fragen waren es, die Missionsdirektor Roger Zieger zu Beginn seines Jahresberichts stellte: “Wozu Mission?” und “Ist Mission ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, betrieben nur noch von den Ewiggestrigen?” Die Antworten fielen prägnant aus: “Ohne Mission, ohne Gottes Mission, keine Kirche.” und “Die Aufgabe eines Missionswerkes ist es nicht, die empfangene Gabe in Deutschland sicher zu verwahren, sondern sie in die Welt zu tragen, in alle Welt.” – Dies als Antwort auf die erste Frage. Ob Mission nur noch ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit sei? Der Missionsdirektor stellte fest: “Gottes Geist ist in einer klaren Mission tätig, die weder Unterdrückung noch Überfremdung duldet: Die Befreiung der Menschen von Tod, Sünde und Teufel, von allem was sie bindet und gefangen hält. Gottes Mission macht frei.” Es gehe in der Mission um Zukunft, “eine Zukunft in Freiheit, der Freiheit in und mit Gott.” Insofern sei Mission ihrem Geiste nach nicht kolonialistisch, sondern schaffe den Menschen Zukunft in Freiheit von den schuldbeladenen Lasten der Vergangenheit. In seinem Bericht ging der leitende Geistliche der LKM besonders ausführlich auf die derzeitigen Entwicklungen auf den Arbeitsfelder in Deutschland und dem südlichen Afrika ein. Der Bericht kann unter lkm(at)selk.de in Bleckmar angefordert werden.

Delegierte und zahlreiche Gäste hatten sich vom 20. bis 21. März im Gästehaus der Mission zur Jahreshauptversammlung der Lutherischen Kirchenmission (Bleckmarer Mission) e.V. versammelt. Darunter Johann Vogelnik und Herbert Ehn von der Lutherischen Missionsgesellschaft in Österreich (LUTMIS), Reverend Brent Smith (Eurasien-Beauftragter für Mission der Lutherischen Kirche-Missouri Synod) und Präses Gijsbertus van Hattem von der Lutherischen Kirche Belgiens.

Neben dem Missionsdirektor gab auch der Kassenführer Helmut Meyer (Beckedorf) seinen Jahresbericht. Auch diesmal konnte eine ausgeglichene Bilanz des Vorjahrs und ein ebenso ausgeglichener Haushaltsplan für 2013 vorgelegt werden. Dank einer guten Ertragslage im vergangenen Jahr konnten dem Pensionsfonds erstmals seit Jahren wieder Mittel in Höhe von etwa 40.000 Euro zugeführt werden statt nur Entnahmen vorzunehmen. Die Entwicklung der Allgemeinen Gaben lag mit 751.000 Euro auch 2012 etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

Da bisher kein Nachfolger für den derzeitigen Kassenführer gefunden werden konnte, wurde Helmut Meyer noch einmal für zwei Jahre wiedergewählt. Jedoch möchte er das Amt 2015 – nach dann 40 Jahren! – aus Altersgründen endgültig in jüngere Hände legen.

Ein Antrag der Superintendenten auf Änderung der Satzung mit dem Ziel, dass die Superintendenten zukünftig nicht mehr Mitglieder des Missionskollegiums sein sollten, fand keine Mehrheit. In der Aussprache zum Antrag wurde deutlich, dass die Vernetzung der Mission in die Gemeinden hinein noch auf eine viel breitere Basis gestellt werden könnte: Einige Kirchenbezirke haben bis heute keinen Missionsbeauftragten gefunden.

Geistliche Höhepunkte der Tagung waren der Abendmahlsgottesdienst, in dem der Missionsdirektor predigte, und die Morgenandacht am zweiten Sitzungstag. Dort wurde ausführlich für die Anliegen der Partnerkirche im südlichen Afrika, die Arbeit der LKM und für Gottes Mission weltweit gebetet.

Ausführlich informierte der Repräsentant der LKM im südlichen Afrika, Missionar Christoph Weber (Durban), am Abend des ersten Sitzungstages über die Arbeit der Mission in Südafrika und Botswana.

Die Lutherische Kirchenmission (Bleckmarer Mission) e.V. (LKM) mit Sitz in Bergen-Bleckmar ist das Missionswerk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Missionare der LKM sind in Südafrika, Botswana, Brasilien, Belgien und Deutschland tätig. Das einmal jährlich tagende Missionskollegium (die Vereinsversammlung) besteht aus der Missionsleitung (Vorstand), dem Bischof und den Pröpsten sowie aus den Superintendenten und Missionsbeauftragten der Kirchenbezirke der SELK.

Hier eine kleine Fotogalerie der Tagung: (Klicken aufs erste Bild startet die Galerie)

Text+Fotos: Martin Benhöfer

Bausteinsammlung für Bleckmar: Eröffnung Sonntag, 3. Februar!

Was man nicht sieht: Hier geht viel Heiz-Energie verloren. Das soll nun anders werden!

Was man nicht sieht: Hier geht viel Heiz-Energie verloren. Das soll nun anders werden!

Bleckmar bröckelt! Gut, das ist etwas übertrieben, aber das Missionshaus ist an vielen Stellen renovierungsbedürftig. Dabei fällt vieles von dem, was erneuert werden müsste, Gästen des Hauses kaum ins Auge. Auffällig ist höchstens die mittlerweile stark abblätternde Farbe am Gästetrakt. Doch das ist beinahe noch das geringste Problem. Schwerwiegender ist die mangelnde Wärmedämmung der Kapelle und des Gebäudetraktes, der in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurde. Die Kapelle besteht aus einer architektonisch sicherlich interessanten Fachwerkkonstruktion, die nicht ausgemauert ist (also alle Fächer des Fachwerks sind hohl) und nur von außen und innen verschalt ist. Heizen verkommt hier in der kalten Jahreszeit zur reinen Energieverschwendung! Der Bauteil aus den 20er Jahren verströmt die Heizenergie vor allem durchs Dach, aber auch durch die Wände: Sie sind zwar aus Stein, aber auch bar jedes Wärmeschutzes. Hier gibt es also viel zu tun!

Am morgigen Sonntag um 10 Uhr wird daher in der Bleckmarer St.-Johanniskirche, direkt neben dem Missionshaus, mit einem feierlichen Gottesdienst die Bausteinsammlung fürs Missionshaus der LKM eröffnet. Die Predigt hält Bischof Hans-Jörg Voigt. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle Gäste herzlich ins Missionshaus eingeladen. Bei einem Rundgang wird Missionsdirektor Zieger das Missionshaus vorstellen und die “kritischen Stellen” erläutern, an denen die Mittel der Bausteinsammlung zum Einsatz kommen sollen.Übrigens können alle Gäste an diesem Tag die eigene Küche kalt lassen: Niedersächsische Hochzeitssuppe steht zum Abschluss für alle bereit!

Die “Bausteinsammlung” wird von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche veranstaltet und jährlich Gemeinden oder kirchlichen Werken für den Erhalt ihrer Gebäude zugesprochen. “Bausteine” aus Papier können ab einem Wert von 1 Euro erworben werden.

Hundert Jahre gewartet!

1912, vor hundert Jahren konnte man solche Karten kaufen… Eine davon ist über die LKM-Briefmarkenaktion zu Herrn Gerhard Bokelmann gelangt, passend zum 12.12.12 …2012! Wer diese origninelle Karte sein Eigen nennen möchte, kann sie hier bei ebay ersteigern. Dort ist Herr Bokelmann als Verkäufer “bleckmar” noch mit einer ganzen Reihe anderer Fundstücke aus dem Reich der Philatelie vertreten: Briefmarken und Postkarten für Sammler. Der Erlös geht als Spende an die LKM.

Noch bis zum Jahresende läuft die LKM-Briefmarkenaktion, die Herr Bokelmann seit vielen Jahren für die Mission betreut hat. Bis zum 31.12.12 können Briefmarken, Postkarten oder Umschläge mit gestempelten Marken an die LKM geschickt werden. Danach geht nur der Briefmarken-Verkauf noch weiter, denn der Keller bei Herrn Bokelmann ist noch voll!

Wer gerne weiter Briefmarken für einen guten Zweck sammeln möchte, kann diese an andere Stellen schicken:
Briefmarkenstelle Bethel
Quellenhofweg 25
33617 Bielefeld
http://www.bethel.de
Evangelisch-lutherisches Missionswerk e.V.
Paul-List-Straße 19
04103 Leipzig

Briefmarkenaktion
Kölnstr. 415 (Kloster)
53117 Bonn

Mühltal-Werkstätten der Niederramstädter Heime
64355 Mühltal

Kirchliche Briefmarkenstelle
U. und R. Fritsch
Straße des Friedens 239 c
09474 Crottendorf

Gibt es im Reich Gottes abschließbare Klotüren?

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Missionar Hugo Gevers (links) und der Autor des Artikels, Hermann Borchers, in einem Turmfenster der Leipziger St.-Lukaskirche. Im Hintergrund der Häuserblock, in dem sich die neuen Räume der “Brücke” befinden.

Von einer sehr ungewöhnlichen Missionsleitungssitzung berichtet Hermann Borchers (Farven), Vorsitzender des Missionskollegiums:

Nachdem wir in Leipzig-Volkmarsdorf in den Räumen der „Brücke“ getagt hatten, uns über die Arbeit von Missionar Hugo Gevers informiert, den neuen Missionsvikar Thomas Beneke in seinem Tätigkeitsfeld begrüßt und mit Pastor Markus Fischer die Lukaskirche nebenan besichtigt hatten, machten wir uns mit unseren PKWs auf zu unserem Nachtquartier.

Das Navi führte uns. Die Gegend wurde immer einsamer, die Straßen durch eine leicht hügelige Landschaft immer schmaler. Längst war es dunkel geworden. Und dann hieß es „Sie haben ihr Ziel erreicht“.
Auch die anderen Mitglieder der Missionsleitung waren bereits eingetroffen. Unser Ziel hieß Elbisbach, ein kleines Dorf mit einer Kirche, einem Gasthof, einem verfallenen Gutshaus und einer Biogasanlage. Ganz am Rande des Dorfes befindet sich in einem ehemaligen LPG-Lehrlingswohnheim heute ein Asylbewerberheim. Dort wollten wir nächtigen und am nächsten Tag unsere Klausurtagung fortsetzen.

Die Heimleiterin wies uns zwei Zimmer zu. Sie hatte sich besondere Mühe gegeben, uns die am besten hergerichteten Zimmer zu geben. Unser „Hotel“ hatte 4- und 6-Bettzimmer, die Sanitärräume befanden sich gegenüber auf dem Flur. Die Klotüren hatten keine Schlösser und eins von zwei Waschbecken war abgeschlagen. Die Dusche, es gab eine für den ganzen Flur, ließ sich auch nicht mehr verriegeln. Die Betten hingen durch. Ich schlief in dieser Nacht gefühlte zwei Stunden, denn das Fenster ließ sich nicht verdunkeln und wir hatten fast Vollmond.

Sicher, die Finanzen der Mission lassen keine großen Sprünge zu, aber das war nicht der Grund für die Quartierauswahl. Denn hier in diesem Asylbewerberheim wohnen neben Tschetschenen, Kurden, Libanesen und anderen Asylsuchenden und Verfolgten auch Perser, die Christen geworden sind und von Missionar Gevers betreut werden.

Diese Menschen hatten uns eingeladen und sie ließen es sich nicht nehmen, uns zu allen Mahlzeiten geradezu köstlich zu bewirten. Nachdem wir mit ihnen zusammen eine wunderbare Abendmahlzeit eingenommen hatten, erfuhren wir einiges über ihre Lebensumstände. So lebt z.B. unser Übersetzer Rezar Habibi seit 12 Jahren in dem Heim. Er bekommt immer nur eine kurze Duldungsverlängerung und kein Bleiberecht, er darf nicht arbeiten und den Landkreis nicht verlassen.

Schikane: Einkaufen gehen mit Kleinstgeld-Gutscheinen, die einzeln ausgefüllt und an der Kasse quittiert werden müssen.

Neben vielen kleinen Ungerechtigkeiten empfanden wir die Ausgabe von 1-, 2- und 5-Cent Einkaufs-Gutscheinen anstelle von Bargeld durch den Landkreis an die Asylbewerber als besonders schikanös: Jeder Gutschein muss vom Asylbewerber unterschrieben und beim Bezahlen an der Kasse gegengezeichnet werden. Man kann sich vorstellen, dass das jedesmal Ärger gibt.

Sachsens Ausländerbeauftragter Dr. Martin Gillo (links) und seine Begleiter waren überrascht, bei ihrem Besuch im Asylbewerberheim plötzlich der gesamten Missionsleitung gegenüberzustehen. Gillo versprach, den Fall von Rezar Habibi (Mitte) vor die Härtefallkommission zu bringen. Habibi muss schon 12 Jahre im Heim leben, obwohl normalerweise niemand länger als ein Jahr dort zubringen soll.

Am nächsten Tag ergab es sich, dass zufällig der Ausländerbeauftragte des Freistaates Sachsen zusammen mit der Vertreterin der CDU-Landtagsabgeordneten das Asylbewerberheim besuchte. Propst Johannes Rehr nutzte die Gelegenheit, sehr nachdrücklich die Missstände zu benennen: „Ich schäme mich als deutscher Bürger dafür, wie wir mit diesen Menschen umgehen“. Der Ausländerbeauftragte versprach, sich für Verbesserungen einzusetzen. Jedenfalls machte er sich einige Notizen.

Nach diesem Erlebnis feierten wir in dem Wohn-, Ess- und Schlafzimmer einer der persischen Familie einen Abendmalsgottesdienst, zum Teil in Persisch, zum Teil in Deutsch. Hugo Gevers erzählte in seiner Predigt, die von Rezar Habibi übersetzt wurde, davon, dass er so gerne einmal ein „Weltstarkoch“ (Wortschöpfung Gevers) gewesen wäre, doch sein Gericht, das er streng nach dem Rezept eines solchen Spitzenkochs briet, wurde nur eine fade schmeckende Soße. So sei es auch in unserem Leben: Oft komme nur eine fade Soße zusammen, statt eines Spitzengerichts. Doch dann sei Gevers´ Sohn Philipp in die Küche gekommen und habe ihn in den Arm genommen, zwei Teller aufgedeckt – und dann hätten sie zusammen die fade schmeckende Soße gegessen. So sei es auch mit Gott. Gott sagt: „Es geht mir gar nicht darum, dass du alles spitzenmäßig in deinem Leben meisterst, es geht mir um Dich.“
Ich hatte den Eindruck: Jedes Wort wurde von den Persern geradezu aufgesogen, so unfassbar schien diese Botschaft für sie zu sein. Und so unfassbar ist sie ja auch, nur wir „alten Christen“ haben sie schon so oft gehört, dass wir in der Gefahr stehen, sie zu überhören.
Anschließend feierten wir zusammen das heilige Abendmahl. Wir sprachen nicht die gleiche Sprache. Wir kamen aus völlig unterschiedlichen Kulturkreisen, wir waren reich – sie arm. Aber wir waren in diesem Moment eine Gemeinde, zusammengehalten durch das stärkste Band: Jesus Christus.

Man hätte wohl nicht gedacht, dass wir hier an diesem heruntergekommenen Ort, wo die Schlösser aus den Klotüren ausgebaut sind, im Reich Gottes sind.

 

 

Das Schicksal der persischen Christen in Deutschland war auch Thema eines Beitrages auf „Deutschlandradio Kultur“ am 22. September: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1873220/

„Die Brücke“ ist mit einer eigenen Seite im Internet vertreten: http://www.die-bruecke-leipzig.de/ und auf facebook:
http://www.facebook.com/pages/Haus-der-Br%C3%BCcke-Pole-Hane/145642408867654?ref=hl

Bitte unterstützen Sie auch die Petition zur Freilassung des im Iran inhaftierten Pastors Behnam Irani: https://www.openpetition.de/petition/online/freiheit-fuer-pastor-behnam-irani

Damit das Begegnungshaus arbeiten kann, ist es auf Spenden angewiesen. Wenn Sie helfen möchten, können Sie das direkt online auf der Startseite der LKM: www.mission-bleckmar.de (Stichwort „Leipzig“)

LKM-Briefmarkenaktion: Nachfolger gesucht!

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Gerhard Bokelmann mit Briefmarkenangebot auf dem Bleckmarer Missionsfest 2012

Etliche Pakete und Umschläge mit gebrauchten Briefmarken gehen jede Woche bei der LKM ein und werden von Gerhard Bokelmann abgeholt, um dann bei ihm zuhause gesichtet, sortiert und verkaufsfertig vorbereitet zu werden.
Über viele Jahre hat Herr Bokelmann diese Aktion betreut. Nun möchte er sie gern in andere Hände legen. Noch bis zum Jahresende können Briefmarken bei der LKM eingeliefert werden, danach endet die Aktion, wenn sich bis dahin kein Nachfolger findet.
Der Verkauf von Marken geht jedoch trotzdem weiter: Es liegen noch große Vorräte auf Lager! Der aktuelle LKM-Briefmarkenkatalog (orientiert an den Nummern des “Michel”-Katalogs) kann kostenlos im Missionshaus oder bei Herrn Bokelmann bestellt werden. Auch bei Ebay gibt es Marken: Unter dem Stichwort “Bleckmar” ist eine große Auswahl eingestellt.
Wer Interesse daran hat, Briefmarken zu kaufen, im Katalog zu schmökern oder die Aktion für die Mission weiterzuführen, melde sich einfach bei Herrn Bokelmann: Tel. 05052-3235, oder per Mail gebokel(at)web.de

Was außerdem auch in Zukunft weiterläuft, ist die “Halsketten”-Aktion: Wer alte oder unbrauchbare Ketten oder lose Perlen etc. hat, kann diese ans Missionshaus einschicken. Christa Schulz (Lüneburg) macht neue daraus und stiftet die Hälfte des Erlöses der LKM!

Zwei wichtige Feste in Leipzig

Die Einweihungsfeier der „Brücke“ (so heißen die neuen Räumlichkeiten der Missionsarbeit der LKM unter Migranten in Leipzig) war ganz genau so, wie wir sie uns vorgestellt hatten: bunt, laut, stressig, chaotisch, aber nach allen Seiten hin offen. Als Brückenbauer haben wir es uns zum Ziel gesetzt, immer den Weg zur anderen Seite hin zu finden.

Auch zur Einweihungsfeier am 18. August gab es bereits zahlreiche Gelegenheiten, sowohl auf der Seite der Fröhlichen als auch auf der Seite der Traurigen zu stehen. Wir wollen aber nicht nur daneben stehen. Unsere Zielsetzung hat der Pastor der evangelisch-lutherischen St. Trinitatisgemeinde, Markus Fischer, beim ersten Betreten der neuen Räume klar gemacht, als er als Erstes ein Kruzifix ins Büro brachte. Es geht um Christus! Da wollen wir hin und zu dem wollen wir so Viele wie möglich mitnehmen.

Das Besondere an dem Tag war, dass sich unter den etwa 100-150 Menschen solche befanden, die grundsätzlich verschiedener Herkunft sind. Es kamen zusammen: Perser, Deutsche, Iraker, Syrer, Muslime, Christen, Bürgervereine, drei Mitglieder der Missionsleitung (namentlich Herr Meyer, Herr Johannes Otto, und Missionsdirektor Roger Zieger).

Der sehr abwechslungsreiche Jugendnachmittag wurde mit Puppentheater, Jazzdance, Pantomime, Radtaxi, Streetart, Malaktion und einem bunten Kinderprogramm gestaltet. Professor Andreas Schulz (Direktor des Gewandhauses zu Leipzig, der die Schirmherrschaft für diesen Tag übernommen hatte) marschierte am Schluss des Nachmittags mit etwa 10-15 Volkmarsdorfer Kindern in die gut besetzte Lukaskirche (gegenüber der „Brücke“), um dort sein Grußwort zu sprechen. Missionsdirektor Roger Zieger hielt dann eine anschauliche Predigt, die spontan ins Persische übersetzt wurde. Hernach trafen sich alle wieder vor der „Brücke“, und es wurden verschiedene weitere Grußworte gehalten. Der Tag wurde mit einer Bockwurst und einem Umtrunk beendet. Dazu gab es sehr gute Jazzmusik direkt auf dem Bürgersteig vor der Brücke.

Die Erwartungen der Bevölkerung in Volkmarsdorf sind groß. Nach so einem erfolgreichen Tag wollen sie bestimmt sehen, ob unsere „Brücke“ auch tragfähig ist und ob sie tut, was sie versprochen hat. Mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, welche Verantwortung wir auf uns genommen haben. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass Gott allein die Liebe und die Kraft schenkt, solche Arbeit zu leisten. Er will ja, dass wir genau dort sind, wo die Not am größten ist. Aufregend ist, dass Er uns bereits jetzt fähige und engagierte Mitarbeiter zur Seite gestellt hat. Ohne deren Einsatz wäre das ganze Projekt niemals möglich gewesen. Ich zitiere mal die Worte von zwei solchen Mitarbeitern, die zur späten Nachtstunde auch genau meine Gefühle reflektiert haben.
…etwas geschafft, aber ziemlich glücklich :-) (Juliane Hagen – verantwortlich für Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Brücke)
…jetzt möge der liebe Gott für die Arbeit an den vielen interessierten Menschen SEINEN reichen Segen schenken! Eine gute Nacht wünscht Euch, Euer (Christian Kalberlah)
Zum Schluss noch eine Meldung über unsere Homepage. Ab sofort gilt die Seite hugo-gevers.de nicht mehr. Unsere Homepage findet sich aber bei http://www.die-bruecke-leipzig.de
Dort werden auch weitere Berichte aus der Presse zum Lesen bereitgestellt.

Das zweite Fest in Leipzig war ein Tauffest
Es war nicht geplant, aber trotzdem irgendwie richtig. Die Einweihungsfeierlichkeiten in „Brücke“ waren am letzten Tag des muslimischen Festes Ramadan und die Taufe von 10 ehemaligen Muslimen einen Tag danach. Damit wird deutlich, dass wir Muslime lieben und gerade ihnen das Angebot unseres Herrn Jesus weitergeben möchten. Gerade bei der Taufe ist ja völlig klar, dass hier Gott am Werk ist, Seine Kirche zu bauen. So hat Er es auch mit diesen 10 Brüdern und Schwestern gemacht. Ganz ohne unser Zutun ändert Gott die Herzen und ruft die Menschen zu sich. Das war ein trefflicher Höhepunkt des ganzen Wochenendes! Perser bekennen den christlichen Glauben in ihrer eigenen Sprache! Dann antwortet die Gemeinde mit ganz genau dem gleichen Glauben im Deutschen! Gott allein macht, dass beide neue Menschen werden! Das ist wirklich das Größte des ganzen Wochenendes. Gott sei Dank!

Missionar Hugo Gevers

Letzten Mittwoch in Imperatriz ( Nord-Brasilien ) …

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Es ist Kinderbibelwoche und wir haben Mitarbeiterbesprechung.Gerade haben wir uns in die Kirche gesetzt, um letzte Absprachen zu treffen. Da kommt ein Mann herein und geht direkt auf den Pastor zu. “Gibt es hier nur Jesus, oder gibt´s auch was zu Essen?”
Diese Frage hatte ich so noch nie gehört und war gespannt, wie der Pastor antworten würde. “Komm in einer Stunde wieder, dann sind wir fertig. Dann bezahl ich dir eine Panelada” ( typischer Eintopf hier in Imperatriz ).
Nach einer Stunde war der Mann wieder da und freute sich auf die Panelada, die er kurz darauf vom Pastor spendiert bekam. Der Pastor blieb noch eine Weile bei dem Mann und erzählte mir später, dass er lange keinen Menschen mehr gesehen habe, der einen solchen Hunger hatte.
Aus Brasilien grüßt Andrea Riemann!

… und hier ein paar Fotos von unserer Kinderbibelwoche:

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