Brandanschlag auf Lebensmittel-LKW in Marzahn

Brandanschlag auf Lebensmittel-LKW in Berlin-Marzahn
SELK-Missionsgemeinde Opfer einer Kriminaltat

Berlin-Marzahn, 7.9.2009 – selk – Mit einem bösen Schreck begann der heutige
Morgen in der Marzahner Missionsgemeinde der Selbständigen
Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Marzahn.

Kurz nach 5 Uhr wurde Pfarrer Hartwig Neigenfind von einem Anruf der
Berliner Polizei geweckt: Der LKW der Gemeinde, mit dem täglich mehrere
Tonnen gespendeter Lebensmittel abgeholt und an bedürftige Bürgerinnen und
Bürger verteilt werden, ist in der vergangenen Nacht einem Brandanschlag zum
Opfer gefallen. Unbekannte Täter hatten das Fahrzeug gegen 4 Uhr im
Motorraum angezündet. Es war ordnungsgemäß gesichert auf einer viel
befahrenen Straße vor der Wohnung eines der ehrenamtliche Fahrer geparkt.
Der 7,5t-LKW, der mit einer Ladebordwand und einer Kühlanlage ausgerüstet
war, brannte vollständig aus. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

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Da es in der Hauptstadt in den letzten Monaten zahlreiche weitere
Brandanschläge auf Autos gegeben hat, ermittelt nun das Landeskriminalamt
Berlin. Die Abteilung für Staatsschutz hat das Fahrzeugwrack am frühen
Morgen beschlagnahmt und wird im Laufe des Vormittags Spezialisten für
Brandermittlungen vor Ort haben.

Inzwischen musste die Missionsgemeinde einen LKW mieten, da allein heute
etwa 20 Supermärkte angefahren werden müssen. „Die Lebensmittel stehen auf
den Laderampen der Kaufhallen und verderben, wenn wir nicht schnell kommen.
Und die hilfsbedürftigen Bürger dürfen wir ja auch nicht hängen lassen!“,
berichtet Missionar Neigenfind. Seine Mitarbeiterinnen haben umgehend die
Versicherung, die zahlreichen Kooperationspartner und die Leasingfirma
informiert. Die Versicherung wird voraussichtlich den Zeitwert des Fahrzeug
ersetzen. Dennoch wird die Versicherungssumme wohl nicht ausreichen, um
einen neuen LKW zu kaufen oder zu leasen.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK – Gesamtkirche /

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Kalanga-Bibel findet guten Absatz

„Das Kalanga-NT wird fleißig ver- und gekauft, die Nachfrage ist gut!“ meldet Missionar Daniel Schmidt aus Francistown, Botswana. „Die ersten 14 hat mir die Gemeinde gleich am ersten Sonntag abgenommen, gestern habe ich einen halben Karton weitere gekauft.“

„Wenn das kein Grund zur Freude ist!“ freut sich Missionsdirektor Nietzke. Und noch etwas gibt Anlass zur Freude: „Die Übersetzerin im Team, Portia Tema, ist im Internet auf die Fotos gestoßen ist, die auf der Homepage der LKM und in diesem Blog (der Blog des Missionsdirektors) eingestellt wurden. „Sie hat sich gefreut, das da zu finden.“ Und einen Bonbon hat Missionar Schmidt auch noch parat: „Ich habe ein NT-Exemplar, das vielleicht letztlich in Bleckmar landen könnte, unterzeichnet von den Übersetzern. Ich weiß nicht, ob Stefan Förster, der Bibelgesellschaftsbeauftragte der SELK) Interesse hätte, es erst einmal zu bekommen (zum Zeigen in der Gemeinde, oder bei einem Bibelgesellschaftstreffen), oder ob ich es gleich nach Bleckmar schicken sollte?“ Es geht erst einmal nach Göttingen …

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Den blauen Himmel unverstellt sehen …

Eduard Mörike beschreibt einen „Septembermorgen“ (in Deutschland) wie folgt: „Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmen Golde fließen.“

Dabei hatte Mörike sicher nicht gerade Norddeutschland vor Augen, und erst recht nicht Bleckmar und das dortige Missionshaus der Lutherischen Kirchenmission (LKM). Noch ruht morgens Bleckmar nicht im Nebel, obwohl schon Wald und Wiesen träumen. Aber am 1. September 2009 konnte noch einmal der blaue Himmel „unverstellt“ erlebt werden, sowohl was die Umbauten am Missionshaus angeht (die zweite Dachseite ist momentan in Arbeit) als auch bei einem Kennen-lern-Frühstück auf dem Missionsgelände. Geladen waren Prof. i.R. Dr. Wilhelm Rothfuchs und seine Frau Erna, die gerne einmal ein vertiefendes Gespräch mit Rainald und Hanna Meyer aus Durban, Südafrika geführt hätten. Bei strahlendem Sonnenschein geschah dieses, zu allseitiger Freude. Gastgeber dabei waren Missionsdirektor Markus Nietzke und seine Frau, Gisela. Meyers sind im Heimatdienst der LKM und leben zur Zeit mit ihren Söhnen in der Missionarswohnung in Bleckmar.

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Bilder: 1. Bleckmar, wenn Wald und Wiesen träumen. 2. Die zweite Dachseite wird saniert. 3. Die Ehepaare Rothfuchs, Meyer und Nietzke in fröhlicher Runde.

(Zitat aus: REINERS, Ludwig: Der ewige Brunnen. Ein Hausbuch deutscher Dichtung. München, Beck, 3. Auflage der Jubiläumsausgabe 2007)

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Eine Missionsleitungssitzung: Was passiert da?

Begegnung, Berichte, Beschlüsse.
Missionsleitung tagte in Hannover

Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) -lkm / selk- 26.8.2009: „Was macht ihr eigentlich bei einer Missionsleitungssitzung?“ fragte unlängst ein Missionsfreund. „Am besten, ich schildere ‘mal die nächste Missionsleitungssitzung“, meinte Missionsdirektor Markus Nietzke aus Bleckmar dazu.

Diese Missionsleitungssitzung fand also am Dienstag, 25. August 2009 statt. „Um 11.00 Uhr beginnt die Sitzung mit einer Andacht, danach wird das Protokoll der letzten Sitzung zur Sprache gebracht, Änderungswünsche eingetragen und angenommen. Sofern sich Tagesordnungsänderungen ergeben, werden die eingetragen.“ erläutert Nietzke. Danach wird die Tagesordnung nach einem wiederkehrenden Schema besprochen. Am Vormittag ist die Zeit für ein Gespräch mit der Missionsleitung vorgesehen, in diesem Fall berichtete Missionar Rainald Meyer (Durban, Südafrika) aus seiner Arbeit in Phoenix und Chatsworth unter dem Titel „Häuser, die die Welt verändern“. Die anschließende Diskussion beleuchtete einzelne Aspekte seiner Arbeit und anschließend wurden erste Gedanken über die zukünftige Entwicklung der Arbeit angedacht. Eine „AG Nutzungskonzept Bleckmar“ ist laut Auftrag des Missionskollegiums einberufen worden und wird ihre Arbeit im November aufnehmen.

Am Nachmittag wurden die Arbeitsgebiete der Mission im südlichen Afrika, Europa und Asien thematisiert und einzelne Beschlüsse gefasst: So soll Missionar Christoph Weber im März 2010 zum Missionskollegium eingeladen werden und als Repräsentant der Mission dort „live“ berichten. Als MLC-Missionar wird voraussichtlich Paul Mosenogi ebenfalls im März 2010 eingeladen. Die Termine sollen bald mit den Missionaren, Gemeinden der SELK und ihren Pfarrern geplant werden, die Sprengelvertreter der SELK in der Missionsleitung werden dabei tatkräftig mitwirken. In der Zeit zwischen April und Juni (vier Wochen sind dabei angedacht) soll Missionar Christian Tiedemann eingeladen werden, der eventuell in privater Angelegenheit in Deutschland sein wird. Aus Hongkong soll eine Person im Februar 2010 eingeladen werden, die Möglichkeiten für ein Volontariat zu erläutern. Schließlich will die Missionsleitung in enger Absprache mit der Kirchenleitung Kontakte nach Süd-Korea ausbauen. Weitere Personalfragen wurden kurz besprochen. Missionar Gevers aus Leipzig wird ausdrücklich ermutigt, an einer Flughafenseelsorge-Ausbildung teilzunehmen. Der Rest des Nachmittags wurde mit Gedanken über die finanzielle Situation der Mission verbracht, dabei wurde der endgültige Haushaltsplan 2009 zur Beratung an den Finanzbeirat der Mission verwiesen, der Personalhaushaltsplan 2009 und ein Entwurf für 2010 vom Missionsdirektor vorgestellt und die Halbjahresbilanz 2009 der Lutherischen Kirchenmission vom Rechnungsführer, Helmut Meyer, vorgestellt und ausgiebig diskutiert. Der Termin für die nächste Missionsleitungssitzung ist der 25. September 2009. Ort: Hannover.

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Sanierung am Missionshaus beginnt …

Plötzlich waren sie da, die Handwerker; nun geht es los. „Vielleicht Weihnachten, wenn alles gut geht und keine größere Überraschungen auf uns warten“ meint schmunzelnd Gerhard Rothfuchs von der Fa. Fuchsbau in Hermannsburg, die diese Sanierungsarbeiten für die LKM in Angriff nimmt. Beschlossen ist die Maßnahme im März 2009 auf der Missionskollegiumssitzung in Bleckmar, es geht dabei um energierelevante Sanierungen am Missionshaus in Bleckmar. Aber auch im Missionshaus selbst ist einiges los: Der „Club der toten Löwen“, einer der Aufenthaltsräume im Tagungszentrum bekam einen neuen Anstrich und neue Lampen; das Arbeitszimmer von P. Martin Benhöfer, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Lutherischen Kirchenmission zuständig ist, wurde in diesem Zuge auch neu gestrichen. Malermeister Brammer aus Bergen meint dazu: „Die schmeckt fast wie Erdbeermarmelade“, sprich, es handelt sich um Farbe ohne Lösungsmittel.

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So geht es los …

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Nur wenig später! Währendessen drinnen:

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Dokumente ordnen, Bilder einscannen. Archivarbeiten im Missionshaus in Bleckmar.

„Es geht noch, am Vormittag scheint die Sonne noch nicht so stark hinein“ sagt Lotta Schulz aus Nettelkamp, die zusammen mit Maike Benhöfer seit drei Tagen intensiv im Missionshaus dabei ist, alte Bilder einzuscannen, Dokumente in Ordner einzusortieren und nebenbei auch mal ein Bücherregal abzustauben. Heute, am voraussichtlich wärmsten Tag in Deutschland strahlt die Sonne hell und freundlich über das Missionshaus, ein Haus in dem sich viele verborgene Schätze finden lassen. So wurden eine Inventarsiste der Missionsstation „Goede Hoop“ von 1889 neu einsortiert, aber auch Bilder, die aus der Zeit von Missionsinspektor F.W. Hopf entstanden (ab 1950). Als „wertvolle Dokumente“ unter den vielen Kostbarkeiten bezeichnet Missionsdirektor Nietzke die Briefe von Mitarbeitern und Gemeindegliedern in IsiZulu und SeTswana aus der späteren „Lutheran Church in Southern Africa“ (LCSA), die 1967 entstand. „Hier liegen Schätze, die irgendwann noch besser gehoben werden könnten. Die beiden jungen Mädchen tun der Mission einen ganz besonderen Dienst, sowhl Dokumente einzusortieren als auch Bilder digital zur Verfügung zu stellen.“

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Besucher aus aller Welt. Konfessionell-lutherische Konferenz in Südafrika. SMS-Serie (2)

Gäste aus aller Welt.
Konfessionell-Lutherische Konferenz in Paulpietersburg, Südafrika.

Paulpietersburg, (FELS), Südafrika / Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) -lkm / selk- 13.8.2009: „… zu konfess. Luthertum im Blick auf Geschichte, Frauenordination, Stellg zu Homosexualität, luth. Kirchen in Kenya, Indien, USA, sowie FELSISA.“ Hinter diesen Zeilen verbirgt sich aber noch mehr. Die Lutherische Konferenz wurde -so die nächste SMS- organisiert von Prof. Tim Quill aus Ft. Wayne in den USA und vor Ort durch Rektor Dr. K.P.P. Wilhelm Weber aus Tshwane-Pretoria. Gesponsert wird die Konferenz aus den USA. „Ca. 50 Teilnehmr, inkl. eine ganze Reihe von LCSA Amtsbrüdern.-“.

„Die Beiträge kommen per SMS. Das bedingt natürlich auch die Kürze der Nachrichten“, so Missionsdirektor Markus Nietzke gegenüber selk_news. „Aber, ich habe durchaus interessante Infos bekommen.“ Die ausführlichen Inhalte der Konferenz werden – eine Annahme- bei anderer Gelegenheit gedruckt und veröffentlicht werden. „Diese Art internationale Konferenzen können fast nur (noch) auf Englisch gehalten werden, ‘was es für Missionare unseres Missionswerks im europäischen, afrikanischen und irgendwann im asiatischen Kontext fast schon unumgänglich macht, mindestens neben der Sprache, in der die eigentliche Missionsarbeit geschieht, auch Englisch zu beherrschen. Vielleicht trage ich damit Eulen nach Athen, aber es macht deutlich, auf welchem internationalen Parkett sich die Mission heutzutage meistens bewegt und auch bewegen muss. In einer zunehmend globalisierten Welt finde ich es wichtig, diese Dinge als Tatsache und Voraussetzung für gegenwärtige lutherische Missionsarbeit zur Kenntnis zu nehmen.“ resümiert der 45-jährige.

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Eine Meldung von selk_news /
Redaktion: SELK – Mission /
Autoren: Missionar Daniel Schmidt (Text), Markus Nietzke, Missionsdirektor (Redaktion)

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Missionar Daniel Schmidt, Francistown, Botswana berichtet live per SMS von einer Konfessionell-lutherischen Konferenz in Paulpietersburg, Südafrika.

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Hatte leider keine Internetverbdg. Und nur sporadisches Handynetz. SMS-Serie aus Südafrika (1)

„Hatte leider keine Internetverbdg. Und nur sporadisches Handynetz“
Trotzdem: Spannende Lutherische Konferenz in Paulpietersburg, Südafrika.

Paulpietersburg, (FELS), Südafrika / Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) -lkm / selk- 13.8.2009: „Hier ist Daniel bei Paulpietersburg. Hatte leider keine Internetverbdg + nur sporadisches Handynetz. Konferenz verlief sehr positiv. Beiträge (siehe 2)“ Diese SMS erreichte Missionsdirektor Nietzke kurz nach 20.00 Uhr am 13. August 2009. Hinter dieser SMS und den noch folgenden SMS’ steht der Wunsch, möglichst zeitnah und „live“ (aber unter dem Diktat der Länge einzelner SMS) erste Eindrücke der Lutherischen Konferenz im Tagunsort FELS bei Paulpietersburg, Südafrika für interessierte Leser zur Verfügung zu stellen. Missionsdirektor Markus Nietzke (Bleckmar) bat einen der Missionare der LKM im südlichen Afrika, Daniel Schmidt aus Botswana, um diesen Dienst: „Wir probieren es einfach einmal aus. Wenn’s klappt, berichte ich aus Deutschland anhand deiner SMS!“ so die Absprache vorab. „Versuch macht klug!“

Die Beiträge kommen nun also per SMS. Das bedingt die Kürze der Nachrichten. Aber trotzdem ist es ein Versuch wert, so Informationen zu bekommen und weiterzureichen. Die ersten SMSe sind nun eingetroffen.

„Beiträge überwiegend recht gutes Niveau. Vertreter aus Dtl. (Schöne, Klän), Ghana, Kenya, Zambia, Botsw., RSA, USA, Indien. Vorträge + Diskussionen …“ heißt es in SMS Nr. 2. „Soviel weiß ich, dass Prof. Klän, der im Auftrag der Lutherischen Kirchenmission am Lutheran Theological Seminary einen Lehrauftrag wahrnimmt, an der Konferenz teilnimmt“, so der Missionsdirektor gegenüber selk_news. „Missionare der LKM übrigens auch, die solche Veranstaltungen als Fortbildung wahrnehmen.“

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Eine Meldung von selk_news /
Redaktion: SELK – Mission /
Autoren: Missionar Daniel Schmidt (Text), Markus Nietzke, Missionsdirektor (Redaktion)

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ChurchNight in Bleckmar vom 30.10.-1.11.2009

ChurchNight in Bleckmar, das ist schon eine Tradition! Junge und ältere Menschen aus Bleckmar, Hermannsburg und anderswo sind hellwach und evangelisch ausgerichtet, wenn am 31.10. 2009 das Reformationsfest steigt.

Mitwirken werden Konfirmanden aus Bleckmar und Hermannsburg um P. Markus Nietzke, ein Team zur Vorbereitung des Gottesdienstes um 20.00 Uhr und der weiteren Veranstaltungen, die sich bis Mittags am 1. November 2008 hinziehen.

Beginn der Mini-Freizeit zur ChurchNight ist Freitag, 30.10.2009 um 17.00 Uhr. In der ersten Einheit wird Martin Luther im Mittelpunkt stehen. Anschließend gibt es einen Imbiss in der Luther-Lounge (ob lutherische Speisen wie Krauteintopf, Kompott oder Gebäck dazugehört, wird noch nicht verraten!), eine Nachtwanderung durch Bleckmar, ein Spätfilm und Flötenmusik bei Kerzenschein zum Abschluss des Tages. Teilnehmende übernachten im Missionshaus der Lutherischen Kirchenmission unter dem Motto: Hier schlafe ich, ich will nicht anders! Der Samstag beginnt nach dem Aufstehen mit einer Morgenandacht und Frühstück und einem Stationenspiel zu Liedern von Martin Luther. Nach dem Mittagessen kehrt kurz Ruhe ein. Am Nachmittag gibt es die schon obligatorische Baumpflanzaktion auf dem Missionsgelände. Nach dem Abendbrot findet ein Gottesdienst statt. (Vormerken: Samstag, 31.10.2009, 20.00 Uhr!) Am Sonntag „Allerheiligen“ (1. November) nach dem Frühstück in Bleckmar wird der Gottesdienst in der Kleinen Kreuzkirche Hermannsburg besucht.

Wer aktiv bei der Vorbereitung der Mini-Freizeit helfen möchte, wer gar daran teilnehmen möchte, der /die sollte sich möglichst nach dem Lesen dieser Zeilen bei Markus Nietzke melden: Telefon: 05051-986921 (AB) oder per E-Mail: lkm@selk.de. Hilfe bei der Dekoration der Räume, Schmücken der Kirche, „Luther-Lounge“ wird erbeten, ebenso bei der Planung und Durchführung des Reformationsfestgottesdienstes (Musik, Lieder, Lesung, Gebet) selbst und des Stationenspiels. Das Catering wird vom Missionshausteam vorbereitet. Kostenpunkt ist € 20.- pro Person, Geschwisterermäßigung ist vorgesehen.

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Gott spricht auch meine Sprache.

Gott spricht auch meine Sprache.
Neuübersetzung des Neuen Testaments mit Psalmen in Kalanga druckfrisch erschienen.

Wer in Botswana lebt, weiß, dass es harte Arbeit ist, ein neues Stück Land zum ersten Mal zu pflügen. Da sind Steine zu lesen, Dornbäume zu entfernen, und der fast steinharte Boden mühsam aufzubrechen. Doch auch in den nächsten Jahren müssen weiter Steine entfernt und Baumstümpfe gerodet werden, die beim ersten Mal stehen geblieben sind.

1929 war die erste Übersetzung der Evangelien und der Offenbarung in der Kalanga-Sprache erschienen. 1985 wurde sie zum letzten Mal nachgedruckt. Gleichzeitig begann die Arbeit an einer neuen und kompletten Übersetzung des Neuen Testaments, die 1999 erschien. Diese Arbeit geschah im Namen der Lutherischen Kirche, mit Beteiligung von Schwesterkirchen in Amerika, Deutschland und dem südlichen Afrika. Die Lutherische Kirchenmission -Bleckmarer Mission- e.V. entsandte Klaus Pahlen als Missionar und Koordinator in das Übersetzungsprojekt.

Zugleich begann die Bibelgesellschaft von Botswana, sich immer mehr zu beteiligen, und mit dem Beginn der Arbeit am Alten Testament wurde das Übersetzungsprojekt von ihr übernommen. Ein neues Übersetzerteam (Tafuluka Kubuya, Phillip Mothetho, Mbakiso Nkanga, Portia Tema Baseki), Ausbildungskurse in biblischem Griechisch und Hebräisch in Nairobi, Computer und hervorragende Computersoftware boten für die Übersetzungsarbeit ganz neue Voraussetzungen. Der Gesamteindruck der Beurteilungen und Rückmeldungen der neutestamentlichen Übersetzung veranlassten die Bibelgesellschaft von Botswana wenige Jahre später, die Arbeit am Alten Testament auszusetzen und das Neue Testament von Grund auf zu revidieren. „Tolimulula“, sagte damals die Übersetzerin im Team, „wir pflügen noch einmal neu“.

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Foto: Zu Beginn der Feierlichkeiten am 8. August marschiert eine Kapelle ein

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Foto: Eherngäste erwarten den Beginn der Feierlichkeiten.

Nun ist die Neuübersetzung im Druck erschienen, die Psalmen sind dem Neuen Testament hinzugefügt worden, und man merkt es der Neuen Übersetzung an: Hier ist anhand des griechischen Urtexts gearbeitet worden, hier ist in intensiver Arbeit mit Muttersprachlern in vielen Orten eine flüssige und natürliche Sprache erreicht worden, hier haben Übersetzer gearbeitet, die es gedrängt hat, Menschen Gottes Wort in ihrer Muttersprache zu bringen.

Doch noch etwas anderes hat sich in der Zwischenzeit getan. Am 10. Juli fand in Francistown ein traditionelles Kalanga-Dinner statt, bei dem der Eintrittspreis beitragen sollte, die Kosten für die öffentliche Vorstellung am 8. August mit zu begleichen. Ehrengast und -sprecher war dort Mpaphi Phumaphe, Richter am höchsten Gericht im Land. Lokale Presseberichte dienten zur weiteren Bekanntgabe des Festakts.

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Foto: Erinnerungen an den 10. Juli 2009: Fundraiser für den Event am 8. August: Ein Kalangadinner.

Am 8. August 2009 wurde erneut in Francistown, Botswana deutlich, wie sehr sich die Arbeit und Mühe bezahlt gemacht hat: Vor zehn Jahren waren rund 70 Leute zusammengekommen, um die öffentliche Vorstellung des Kalanga-NT „Ndebo Mbuya“ zu erleben; nun füllten rund 1000 Leute das gewaltige Festzelt. Der Außenminister Botswanas war anwesend und verwies in seiner Rede nicht nur auf den Missionsbefehl im Evangelium nach Matthäus im Kapitel 28, sondern las ihn auch selbst vor.

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Foto: Minister Skelemani

Die Ministerin für Jugend, Sport und Kultur war da und wies auf die Bedeutung der Sprache für die Kultur und den Glauben hin.

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Foto: Am Rednerpult mit rosafarbener Jacke: Gladys Kokorwe, Ministerin für Jugend, Kultur und Sport. Rechts sitzend Vertreter der Lutherischen Bibelübersetzer (gesamte erste Reihe)

Übersetzungsberater und Mitarbeiter der Bibelgesellschaft waren aus verschiedenen Ländern angereist, sämtliche Mitarbeiter der Lutheran Bible Translators (LBT) [zu Deutsch, die „Lutherischen Bibelübersetzer“] in Botswana waren anwesend sowie zwei Vertreter aus den USA. Mitarbeiter an der Übersetzung der Heiligen Schrift in zwei weitere Minderheitensprachen in Botswana – Shiyeyi und Naro – waren ebenfalls zu diesem außergewöhnlichen Anlass gekommen. Besonders bemerkenswert aber war die große Beteiligung vieler verschiedener kirchlicher Gruppen im gesamten Umkreis; von der römischen, lutherischen, baptistischen, reformierten und anglikanischen Kirche bis hin zu afrikanischen unabhängigen Gruppen. Längst nicht alle von ihnen sind Kalangasprecher, doch alle beteiligten sich an diesem Ereignis. Chöre sangen Lieder, die eigens für diesen Anlass in Kalanga übersetzt worden waren, und mancher Sänger hatte sich beim Üben mit der Sprache abgemüht, die er selbst nicht spricht.

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Foto: Regierungsvertreter und Ehrengäste.

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Foto: Erwartungsvolle Menge.

Gewiss wird in einer nächsten Revision noch manches zu tun bleiben. Eine erste Durchsicht zeigt noch manche Steine, die künftig weggewälzt werden müssen. So ist etwa das Wort für „Prophet“ weiterhin mit „Wahrheitsvorhersager“ übersetzt worden, und wo die Heilige Schrift von „Wein“ redet – auch in der Einsetzung des Altarsakramentes -, ist in dem Bemühen, Fremdwörter zu vermeiden, der Name für den vergorenen Saft einer einheimischen Beerenart verwendet worden. Hier wird viel klare und deutliche Predigt und Unterweisung in den Gemeinden nötig sein.

„Dass die Übersetzung diesen Meilenstein erreicht hat, ist ein großer Grund zur Dankbarkeit“ meint Missionar Daniel Schmidt in Francistown, der an der Feier teilnahm. Man dürfe hoffen, dass eine komplette Ausgabe der Heiligen Schrift nicht mehr zu lange auf sich warten lassen wird – die Übersetzer haben inzwischen auch schon eine Erstübersetzung der meisten alttestamentlichen Bücher erreicht. So wird das Motto wahr, das über diesem 8. August stand: „Ndzimu banolebeleka lilimi gwangu naigo“ – Gott spricht auch meine Sprache.KalangaNTundPsalmen

Foto: Neues Testament und Psalmen in Kalanga

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Foto: Gleich am ersten Tag begann der Verkauf des Neuen Testaments mit Psalmen.

Francistown, Botswana / Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) -lkm / selk- 9.8.2009. Alle Fotos: Missionar Daniel Schmidt.

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