UNIVESITÄT SÜD DAKOTA ÜBERRASCHT VOLKMARSDORF IN LEIPZIG MIT EINEM BUNTEN POTPOURRI AUS ALLER WELT.

Aus der ZwischenablageVor einigen Wochen kam ein Email ins Pfarramt der St. Trinitatisgemeinde in Leipzig. Die Universität Süd-Dakota wollte am 8. März um 19 Uhr 30 zu einem bunten musikalischen Abend in der Sankt Lukaskirche einladen. Zuvor hatte dieselbe Universität durch Kontakte mit unserer Schwesterkirche Lutheran Church Missouri Synod (LCMS) davon erfahren, dass die St. Trinitatisgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Leipzig, die Lukaskirche ab 2015 regelmäßig nutzen würde. (Siehe dazu SELK-News vom 17. Februar 2015).

Es blieb nicht viel Zeit für Werbung. Dennoch kamen etwa 80-90 Gäste aus dem unmittelbaren Umfeld, den bunten Abend mit der Universität South Dakota mitzuerleben. Der Chor bot ein buntes Programm aus vielen Verschiedenen Stilarten. Klassisch amerikanische-und deutsche Volksmusik wurde mit Beifall und Händeklatschen begleitet. Zum Repertoire kam auch noch sehr gut vorgetragene geistliche Stücke von Felix Mendelssohn (1809-1847), Anton Bruckner (1824-1896) and Johann Sebastian Bach (1685-1750). Der Missionar der Lutheran Church Missouri Synod, Rev. Dr. Christopher Ahlman ist verantwortlich, musikalische Veranstaltungen aus den Vereinigten Staaten zu planen und zu koordinieren. Siehe zu dem Abend auch den Bericht und Video von Elizabeth Ahlmann: eurasiablog.lcms.org/the-university-of-south-dakota-performs-at-historic-lukaskirche/

Missionar Hugo Gevers

41 Jahre im Dienst der Mission: Rendant Helmut Meyer verabschiedet

Anne Schütze als Nachfolgerin gewählt – Missionskollegium tagte in Bleckmar

13.3.2015/lkm „Wir bleiben zuversichtlich. Sonst wären wir hier fehl am Platze“, stellte Helmut Meyer (Beckedorf), Kassenführer der Lutherischen Kirchenmission (LKM) bei der diesjährigen Tagung des Missionskollegiums am 11. und 12. März in Bleckmar fest, als er der Versammlung den Haushaltsplan 2015 präsentierte. Mit großer Dankbarkeit konnte er zuvor schon in der Bilanz 2014 einen kleinen Überschuss von ca. 4.000€ vermelden. Erträgen von etwa 1.313.000€ standen Aufwendungen von rund 1.309.000€ gegenüber. Zurückzuführen war dies unter anderem auf gestiegene Allgemeine Gaben und den Ertrag der Bausteinsammlung 2013.

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Der scheidende Rendant Helmut Meyer bei der Vorstellung von Bilanz und Haushaltsplan.

Es war die 40. und letzte Präsentation des LKM-Zahlenwerkes im Missionskollegium durch Hemut Meyer: Nach 41 Jahren im Amt stellte er sich nicht zur Wiederwahl. Der Sitzungs-Präses des Missionskollegiums, Hermann Borchers (Farven), dankte Helmut Meyer für seinen beständigen und verlässlichen Dienst – während der Amtzeit von 6 Missionsdirektoren! Er habe in dieser Zeit wohl kaum eine Handvoll Sitzungen versäumt. Borchers ernannte Helmut Meyer zum „Ehrenrendanten“, der auch in Zukunft als erfahrener Ratgeber an den Missionsleitungssitzungen teilnehmen dürfe, aber nun nicht mehr dazu verpflichtet sei.

Missionsdirektor Roger Zieger überreichte ein Abschiedsgeschenk.

Missionsdirektor Roger Zieger überreichte ein Abschiedsgeschenk.

Missionsdirektor Zieger überreichte als Erinnerung eine gerahmte Kopie des Missionskollgiums-Protokolls von 1974, in dem die Wahl von Helmut Meyer damals festgehalten wurde. Zieger ludt den scheidenden Rendanten, das Missionskollegium und alle Missionsfreunde zu einem Lob- und Dankgottesdienst ein.Dieser soll am 26. April um 15 Uhr in der Heimatkirche von Helmut Meyer in Rodenberg stattfinden. Meyer betonte, dass der Dank nicht ihm gelten könne, sondern allein Gott. Daher solle der Gottesdienst als Lob- und Dank-Gottesdienst Gott gegenüber gefeiert werden, der die LKM gesegnet habe und allein durch dessen Kraft Mission geschehen könne.

Zur Nachfolgerin für Helmut Meyer wählte die Versammlung Anne Schütze aus Hamburg. Die gelernte Betriebsprüferin stammt aus Südafrika und wird ihren Dienst zum 1. Mai antreten.

Anne Schütze stellte sich der Versammlung vor.

Anne Schütze stellte sich der Versammlung vor.

Der Abend des ersten Sitzungstages stand im Zeichen eines Gottesdienstes in der Kapelle des Missionshauses und eines Berichts von Pastor Mandlakayise Thwala, Dekan der Diözese KwaZulu-Natal und zugleich stellvertretender Bischof der Lutherischen Kirche im südlichen Afrika (LCSA). Er berichtete unter anderem aus seiner Gemeindearbeit in Nthsongweni (Stadtteil von Durban), die ein großes Waisenhaus betreibt, wo vor allem Aids-Waisen ein Zuhause finden. Twala und seine Ehefrau waren als Gäste zum Missionskollegium eingeladen. Die LCSA ist 1967 aus der Arbeit der LKM hervorgegangen und Partnerkirche der SELK.

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Dekan Thwalas Vortrag wurde von Missionsdirektor Zieger übersetzt.

Da die Tagesordnung aus organisatorischen Gründen umgestellt werden musste, erfolgte der Bericht des Missionsdirektors in diesem Jahr erst am zweiten Sitzungstag. Um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, die LKM setze damit auch inhaltlich neue Prioritäten, hatte Rendant Helmut Meyer gleich zu Anfang der Tagung bei der Bilanz schmunzelnd betont: „Die Finanzen sind nicht das Wichtigste! Wir haben sie nur diesmal vorgezogen.“

Missionsdirektor Zieger gab in seinem Bericht einen Überblick über den Stand und die Entwicklung der LKM-Missionsarbeit mit ihren Schwerpunkten in Europa und dem südlichen Afrika. Ausführlicher ging er auf die Arbeit in Leipzig ein, wo sich um die Lukaskirche und das LKM-Begegnungszentrum „Die Brücke“ eine vielfältige Arbeit sowohl mit Einheimischen als auch mit Migranten, vorwiegend aus dem Iran, entwickelt hat. Missionsvikar Thomas Beneke, der bisher dort zusammen mit Missionar Hugo Gevers wirkt, soll am 2. Ostertag in Leipzig ordiniert und in eine neue Arbeit nach Newcastle (Südafrika) ausgesandt werden.

Breiten Raum nahmen auch Überlegungen ein, wie die Strukturen der Arbeit in Botswana in Zukunft sinnvoller gestaltet werden können. Dort gebe es jedoch, so Zieger, neben allen Problemen auch verheißungsvolle Entwicklungen.

Der vollständige Bericht des Missionsdirektors kann im Bleckmarer Missionshaus angefordert werden (lkm@selk.de)

Das Missionskollegium, das in der Regel einmal jährlich tagt, ist die Vereinsversammlung der LKM. Zu ihm gehören der Bischof der SELK, die Mitglieder der Missionsleitung (der Vorstand) sowie die Missionsbeauftragten und die Superintendenten der Kirchenbezirke der SELK. (mb)

v.l. Superintendent Bernhard Schütze (Hamburg), Missionsvikar Thomas Beneke (Leipzig, Dekan Twala, Propst Gert Kelter (Görlitz) und Michael Volkmar (Bezirksvertreter Hessen-Nord)

Tagungsteilnehmer: v.l. Superintendent Bernhard Schütze (Hamburg), Missionsvikar Thomas Beneke (Leipzig, Dekan Thwala, Propst Gert Kelter (Görlitz) und Michael Volkmar (Bezirksvertreter Hessen-Nord)

In Afrika – für Afrika, Ausbildung von Theologen

Vom 14.-28. Februar 2015 wird Prof. Dr. Werner Klän, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an  der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel und Außerordentlicher Professor für Kirchengeschichte an der University of Pretoria, dienstlich in Südafrika sein. Er tritt damit in Aufgaben am Lutheran Theological Seminary in Tshwane/Pretoria wieder ein, die er bereits seit 2008 getan hat. Hier wird ein Intensivkurs zum Thema “Kirche – Gemeinde -Amt” stattfinden. An der Universität wird er über den Stand der bei ihm anhängigen Doktorarbeiten berichten und die Entwicklung weiterer Perspektiven besprechen. Außerdem wird eine Sitzung der trilateralen Arbeitsgruppe zum Thema “Apartheid”, die von der Lutheran Church in Southern Africa (LCSA), der Freien Evangelisch-Lutherischen Synode in Südafrika (FELSiSA), und der Lutherischen Kirchenmission/der Seslbtändigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (LKM/SELK) einberufen wurde. Daei werden erste Zwischenergebnisse der seit drei Jahren laufenden Forschungen und die Planung der weiteren Arbeit besprochen werden. “Auf die Auffrischung der Kontakte und die Vertiefung der bestehenden Verbindungen freue ich mich schon sehr”, so Klän.

belgium2go

IMG_0250“…  „belgium2go“. Der Name ist absichtlich so gewählt, dass die Verbindung zur bereits bekannten winter2go-Aktion erkennbar ist und Leute schnell dafür zu gewinnen sind.
Die erste richtige belgium2go-Aktion haben wir am vergangenen Wochenende durchgeführt. Dafür kam ein Team aus Deutschland, 7 Theologiestudenten aus Oberursel und Mainz, die allesamt aus der SELK und unserer südafrikanischen Schwesterkirche stammen. Dazu war MD Roger Zieger von der Partie, der sich als Kameramann betätigte und für Film- und Photomaterial sorgte.
Es war auch ein Geschenk des Himmels, dass sie da  waren. Denn es sind trotz höherer Anmeldung nur wenige Brüsseler gekommen. Das mag daran gelegen haben, dass es früh am Samstagmorgen heftigst geschneit hatte. Wir wußten selber nicht, ob wir unsere Aktion so würden durchführen können.
Aber Gott hatte doch vor, uns auf die Strasse zu schicken. Es wärmte sich schnell auf und wurde sogar trocken. So konnten wir mit viel Spannung und in großer Erwartung von unserem Treffpunkt in die Stadt losziehen.
Die Idee bei “belgium2go” ist ähnlich wie bei der Weihnachtsaktion, insofern wir eine Menschenmenge anziehen wollen. Statt des weihnachtlichen Gesangs tun wir das nun bei “belgium2go” mit Hilfe des Tanzes, den ich oben bereits beschrieben habe. Er ist so einfach, dass manche Zuschauer dazukommen und spontan mitmachen. So ist es auch gedacht, und wir winken den Zuschauern, dass sie mittanzen.
Darauf folgte auf den Fuß ein beeindruckendes Anspiel von 3-4 Minuten, das wir am Abend zuvor einstudiert hatten. Das wird zu lauter Musik wieder durch den Lautsprecher vorgeführt und ist sonst ohne Worte. Das ist auch gut so, denn wir haben so viele Sprachen in unserer Stadt, dass sonst immer jemand ausgeschlossen sein würde. Non-verbal ist immer noch am „internationalesten“, wenn es das Wort überhaupt gibt. Jeder versteht die Emotionen und Handlungen, die dargestellt werden und jeder kann sich auf eine oder andere Weise wiederfinden. Die Pantomime spielt mit der Vorstellungskraft und für den einen kann ein Element wichtiger sein und für einen anderen ein anderes.
Die Botschaft ist auf jeden Fall christlich. Das Gesehene bietet genug Anknüpfungs-punkte, um auf unseren christlichen Glauben zu sprechen zu kommen. Das tun wir im Anschluß ans Anspiel. Wir haben mit Brüsselern und Belgiern gesprochen, mit Wallonen und Flamen, mit Christen und Muslimen, mit Agnostikern und Atheisten, mit Erwachsenen und Kindern, mit Reichen und Armen, Touristen und Immigranten. Wenn sie es annahmen, haben wir ihnen ein evangelistisches Büchlein geschenkt. Bei so vielen Zuschauern haben wir nicht die Gelegenheit gehabt, mit jedem einzelnen zu sprechen. Doch viele, haben immerhin einen Flyer unserer Gemeinde erhalten.
Nach einer Weile geht das ganze wieder mit dem Tanz von vorne los – mit ganz neuer Zuschauerbesetzung.

Insgesamt haben wir in ca. 3 Stunden den Cyclus 8 mal durchlaufen und ungefähr 1.000 Leute mit dem Evangelium erreicht. Wir sehen es als eine Saat, die so Gott will früher oder später aufgeht. Und wenn es nur soviel ist, dass die Zuschauer eine positivere Meinung von Kirche bekommen. Möge es Gott schenken, dass die Menschen Den erkennen, für Den wir auf die Strasse gehen: Unsern Herrn und Erlöser Jesus Christus.

Wer mal reinschauen möchte, wie das aussah, hier ist ein Video aus der Perspektive MD Ziegers: https://www.facebook.com/groups/318178378356492/397007327140263/?notif_t=like

“belgium2go” geht weiter – am 14. Februar ist unserer nächster Termin für unsere Strassenevangelisation. Themen, an die wir anknüpfen können, sind Valentinstag und Fasching. Wir hoffen auf eine gute Beteiligung von Brüsseler Christen.

Es müssen aber nicht nur Brüsseler sein – SIE sind auch eingeladen, es den Theologiestudenten am vergangenen Wochenende gleichzumachen, und die Aufregung, Herausforderungen und Freude des Missionsfeldes hautnah zu erfahren. Dies ist die Idee, die MD Zieger mit mir besprochen hatte: Kommt nach Belgien!

Bitte tragen Sie dieses Angebot in Ihre Gemeinden und Kreise, zu Ihren Pastoren und Gemeindevorstehern, zu den Jugendlichen und Erwachsenen. Jeder kann kommen und mitmachen. Für jeden gibt es etwas zu tun. Alle teilen die Freude miteinander und tragen die Erfahrungen und Know-how mit nach Hause.

Ob alleine oder in Gruppen, wir freuen uns auf jeden und alle. Für Gruppen können ggf. auch Termine unabhängig von der untenstehenden Liste gefunden werden. Schreiben Sie mir nur und stellen Sie mir ihre Terminwünsche vor.

Hier sind die voraussichtlichen Termine für dieses Jahr.

Termine und Themen:
Samstag, 14 Feb –  Valintinestag, Fasching
Samstag, 14 Mär – Frühling
Samstag, 4 Apr – Ostern
Samstag, 9 Mai – Muttertag
Samstag, 30 Mai-  Pfingsten, Global Outreach Day
Samstag, 20 Juni – Sommer
Samstag, 29 Aug – Zurück zur Schule
Samstag, 26 Sept – Herbst
Samstag, 31 Okt – Halloween, Lutherische Reformation
Samstag, 14 Nov – Waffenstillstandsgedenktag
Samstag, 12 Dez – Winter2go, Weihnachten
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Damit verabschiede ich erst einmal von Ihnen.

Ihnen allen, Ihren Familien und Gemeinden Gottes reichen Segen,
Bis auf baldiges Wiedersehen,
Ihr Missionar Matthias Tepper

Thtuthukani Pre-School

Liebe Freunde des Thuthukani Projekts

Ganz herzlichen Dank für alle Gebete und Unterstützung, ohne die dieses Projekt nicht bestehen könnte. Frau Schnackenberg hat mich gebeten einen kurzen Bericht zu schreiben um die Frage zu klären, ob Spendengelder für Thuthukani überhaupt noch ‘nötig’ sind. Die Antwort ist ganz deutlich…..oh, ja!

In der Thuthukani Pre-School sind zur Zeit 4 Kinder. Dieses bedeutet das der IMG_3823Kindergarten sich momentan finanziell noch nicht selbstständig trägt. Es sind die, laufenden Kosten die gedeckt werden müssen. Hinzu kommt, dass immer neues Material benötigt wird um Kinder mit besonderem Förderungsbedarf bestmöglich zu fördern und zu stimulieren. Material, Spielzeug und Ausrüstung werden Dauerausgaben sein.

Auch wenn die Pre-School mit 8 Kindern vollbelegt wäre und als solche ‘selbständig’ wäre, bliebe in Shelly Beach Raum sehr viel Raum für Ausbreitung. Es soll nicht bei 8 IMG_3827Kindern bleiben, wir werden mit den Kindern wachsen und hoffen auf jedem Fall auf eine Ausweitung der Arbeit. Das hieße: Neue Gebäude, mehr Personal und natürlich wieder – Ausrüstung. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Kindergärten in der Umgebung.

Zum Schluss ein Gruß von Frau Schnackenberg selbst:„Ich freue mich sehr über Ihr Interesse und lade sie herzlich ein sich bei mir zu melden wenn Sie noch irgendwelche genaueren Fragen haben.

Meine Email Adresse ist:   schnack.bythesea@gmail.com

IMG_3828Ich freue über jeglichen Kontakt.

Ihre Magdalene Schnackenberg“

Missionar Christoph Weber

Weihnachten kann kommen

IMG_1824 Zum ersten Mal seit Jahren läutete heute die Glocke der Kirche in Umlazi zum Gottesdiesnt. Nicht das die Kirche dort sonntags sonst leer geblieben wäre. Gottesdienste wurden gemeinsam gefeiert und die Gemeindeglieder stellten sich pünktlich dazu ein; weil sie wussten, wann der Gottesdienst anfängt. Aber die Glocke, die früher vom Berg herab in die Kirche rief und im Township den Kirchbeginn verkündete, schwieg. Genausgenommen, war sie gar nicht mehr da. Nachdem der Balken an dem sie hing eines Morgens herunterkrachte, war sie abtransportiert worden. Eine neue Aufhängung sollte konstruiert werden.

Am Montag dieser Woche, dem 15.12.14 konnte die Glocke nun wieder ihren Platz aufIMG_1812 dem Turm der Kirche in Umlazi einnehmen. Mit von der Partie waren der pensionierte Pfarrer der Gemeinde Lubede und sein alter Weggefährte Pfarrer i.R. Werner Köhne, die 1969 zum ersten Mal zusammentrafen. Pfarrer i.R. als Pastor der Gemeinde Umlazi und Pfarrer i.R. Köhne als Pastor der nahen FELSISA Gemeinde Westville, hier gemeinsam bei Aufräumarbeiten.

RZ

LCSA: Neuer Bischof gewählt

10.12.2014 -lkm- Zum neuen Bischof der Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (LCSA) wurde heute auf der seit Montag tagenden Synode in Wartburg (KwaZulu-Natal) der Pastor der Gemeinde Kagiso (Provinz Gauteng), Modise Maragelo, gewählt. Er folgt auf Dr. K.P.P.Wilhelm Weber (Pretoria), der das Amt seit 2009 innehatte.

Zum stellvertretenden Bischof wurde der Dekan der Diözese KwaZulu-Natal, Mandlakayise Twala (Nthsongweni), gewählt.

Für die LKM nehmen als Gäste Missionsdirektor Roger Zieger, der sich zurzeit auf Dienstreise im südlichen Afrika befindet und Hermann Borchers (Farven) als Präses des Missionskollegiums an der Synode teil. Ebenfalls aus Deutschland zu Gast ist Bischof Hans-Jörg Voigt (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche/SELK).

Die LCSA ging 1967 als eigenständige Kirche aus der in Südafrika seit 1892 bestehenden Missionsarbeit der LKM hervor. LCSA und LKM arbeiten bis heute eng in missionarischen Projekten in Südafrika und Botswana zusammen.

 

Direkt nach der Wahl: Der neu gewählte Bischof wendet sich an die Synodalen

Direkt nach der Wahl: Der neu gewählte Bischof wendet sich an die Synodalen

Text: M. Benhöfer – Foto: W. Weber

CDs aus Tarmstedt für Brasilien

Pastor Ari, Nelma, Ariel und Jonatas - Palmas

Pastor Ari, Nelma, Ariel und Jonatas – Palmas

nsmail-269Einige CDs vom “Jugendchor Tarmstedt” – inzwischen “CHORdia Tarmstedt” – haben im Norden Brasiliens bei Pastor Ari Schulz in der Stadt Palmas dankbare Abnehmer gefunden – weitere beim Chor der Gemeinde aus Gramado, im Süden Brasiliens. Beide gehören der lutherischen Schwesterkirche der SELK in Brasilien (IELB) an.

Auf den Fotos zu sehen ist der Chor unter Leitung von Pastor Jairo Lange und Pastor Ari Schulz mit seiner Familie, die stellvertretend für die Gemeindeglieder eine CD halten. Die CD mit dem Titel “Mittendrin” war im Jahr 2009 vom damaligen Jugendchor Tarmstedt eingespielt worden.

“Die haben sich sehr gefreut!”, schrieb Andrea Riemann nach der Übergabe der CDs. Die 40-jährige stammt aus Verden und eine gute Bekannte des Tarmstedter Chores. Seit vielen Jahren ist sie in Verbindung mit der Lutherischen Kirchenmission in einer diakonisch-missionarischen Arbeit in Brasilien tätig. Nach ihrem jüngsten Deutschland-Besuch hatte Riemann rund 20 Mittendrin-CDs mit im Gepäck und in das südamerikanische Land gebracht. “Nochmals: Vielen Dank! und Liebe Grüße, Andrea Riemann”, endet die überraschende Nachricht aus dem Land der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft.

Fotos: Andrea Riemann, Text: Wolf Warncke

Thuthukani – Wir schreiten vorwärts …

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(ein Bericht von Magdalene Schnackenberg, Shelly Beach/Südafrika)

2014 hat sich als spannendes, aufregendes Jahr entwickelt. Wie wohl vielen     Missionsfreunden bekannt ist, gibt es in unserer Nähe das Projekt ‘Thuthukani-Créche’ (Kindertagesstätte). Hierzu ein kurzer geschichtlicher Werdegang:

Im Jahre 2007 wurden nach der Durchführung einer Bibelstunden-Serie in der IMG_8715St. Johannesgemeinde Shelly Beach einige Projekte vorgeschlagen und in die Wege geleitet. Einem hilfsbedürftigen Kindergarten unter die Arme zu greifen, war eine der vorgeschlagenen Aktionen. Nach Absprache mit der “Child-welfare” Organisation vor Ort wurde Frau Lushabas (damals privater) Kindergarten ausgewählt. Als Missionar Peter Weber davon hörte, konnte er uns berichten, dass Frau Lushaba Glied der Gemeinde in Mafu ist (Parochie Umhlangeni). Somit kam es über Umwege dazu, daß die St. Johannes-Gemeinde den Kindergarten eines Glieds der Gemeinde Mafu unterstützte.

Von Anfang an wurde beschlossen, mögliche Unterstützer von außen miteinzubeziehen, damit es ein Kindergarten der Gemeinschaft bleibt. Die St. Johannes-Gemeinde wollte helfen, aber nicht bestimmen. Schon sehr früh wurde dieses Projekt begeistert von einzelnen Gemeinden der SELK aus Deutschland unterstützt. Die Unterstützung lief über die LKM. Da es zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen war, dass UGU (die Stadtverwaltung) ein Gebäude bauen würde, beschloss das Thuthukani-Komitee, selbst den Bau in Angriff zu nehmen. Spenden waren ja vorhanden. Ein Bauplan wurde angefertigt und fast hatte man mit dem Bau angefangen, als plötzlich UGU einstieg und den Kindergarten nach eigenem Plan baute.

IMG_1531In 2011 wurde dann ein gutes Gebäude für etwa 500 000.00 Rand auf dem vorbereiteten Gelände gebaut und der Thuthukani-Verwaltung übergeben. Im Februar 2012 konnte Frau Lushaba mit ihren Kindern ins Gebäude einziehen. Das Thuthukani-Komitee hatte sich vorgenommen, die vorhandenen Spenden für Instandhaltung und Innenausstattung zu benutzen.

Die Thuthukani-Créche läuft seit dem selbständig. Sozialarbeiter von der Behörde kümmern sich um die Lehrerausbildung. Sogar Nahrungsspenden fließen in den Kindergarten. In diesem Projekt wurden also nicht nur Gemeinden vor Ort vernetzt, sondern auch Stadtverwaltung, Politik, SELK, FELSISA und LUKISA.

Nun soll es aber weitergehen, denn es sind noch Spendengelder vorhanden undIMG_1543 Arbeit ist genug da. Daher kam ein Vorschlag vom Missions-direktor und MLC-Leiter ob wir als St. Johannes-Gemeinde bereit wären, das Thuthukani- Projekt zu erweitern. Dieser Vorschlag nimmt nun Gestalt an: Ich (Magdalene Schnackenberg, Frau von Pastor Kurt Schnackenberg aus der St. Johannes Gemeinde in Shelly Beach) habe mit Zustimmung unserer Gemeinde und mit Hilfe der Spendengelder einen Kindergarten für lernbehinderte Kinder hier bei uns zu Hause anfangen dürfen. Er heißt “Thuthukani Preschool”.

Wir sind der der Missionsleitung dankbar für ihr Interesse an der Arbeit, die hier in Shelly Beach und Umgebung gemacht wird. Die Zusammenarbeit von LKM, MLC, LUKISA und FELSISA wirkt bereichernd für alle Beteiligten.

Am ersten September haben sich die Türen zur “Thuthukani Preschool” geöffnet. Das Untergeschoss vom Pfarrhaus in Shelly Beach wurde in einen wunderschönen Kindergarten umgewandelt. Der Garten wurde eingezäunt, Sandkasten, Fahrbahn, Pforten u.s.w. wurden von begeisterten Gemeindegliedern gebaut. Spielsachen und Lernmaterial wurde gesammelt und eingekauft.

IMG_1618Zur Zeit kommen täglich 3 Kinder in den Kindergarten. Im Januar sind weitere 5 angemeldet. Um diesen Kindern effektiv zu helfen und sie zu fördern, mit Rücksicht auf ihre Behinderungen, können nur höchstens acht Kinder pro Kindergärtnerin angenommen werden. Die Behinderungen der Kinder schließen Autismus, ADHS, Epilepsie und allgemeine Entwicklungsstörungen ein. Ich arbeite in enger Verbindung mit einer Sprachtherapeutin und einer Ergotherapeutin. Das Motto unseres Kindergartens ist: “If children don’t learn the way we teach, we will teach them the way they learn”. Übersetzt: “Wenn Kinder nicht auf die Art und Weise lernen wie wir sie unterrichten, dann unterrichten wir sie auf die Art und Weise wie sie lernen.” Darum ist es nun in dieser Anfangsphase sehr wichtig, erst einmal die Kinder kennen zu lernen und ihre Bedürfnisse zu erforschen. Leider ist im allgemeinen Schulsystem kein Sonderplatz mehr für diese Kinder vorgesehen. Es wird verlangt, dass sie im normalen Schulsystem so gut wie möglich mitmachen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieses ein IMG_1608Wunschdenken ist. Es ist kaum zu fassen welch große Fortschritte diese Kinder machen, wenn sie im kleineren Kreis aufgenommen werden und in ihrer eigenen Geschwindigkeit lernen dürfen. Bei der “Thuthukani Preschool” dürfen sie spielerisch lernen und sich je nach Behinderung so gut es geht entwickeln. Eine Mutter sagt immer so schön: “Have a happy day”. So sollen auch diese besonderen Kinder ihre Kindergartentage fröhlich erleben.

Ich danke dem lieben Gott für diese wunderbare Aufgabe und allen Missionsfreunden, die diese Arbeit, durch Gebet und Spenden, möglich gemacht haben. Die Eltern sind so dankbar, dass sie ihre Kinder hier gut aufgehoben wissen dürfen. Wir beten, dass Gott diese Arbeit weiterhin segnen möge, dass wir alle Möglichkeiten richtig nutzen zum Bau Seines Reiches. Nicht wir allein, sondern mit euch!

Magdalene Schnackenberg

HEIMATLOSE BETEN FÜR HEIMATLOSE

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Gemeindeglieder versammeln sich unter dem Kreuz um für Flüchtlinge zu beten

Gemeindeglieder versammeln sich unter dem Kreuz um für Flüchtlinge zu beten

Menschen lassen sich genauso wenig von herausragender Schönheit bewegen, wie sie sich von den schrecklichen Grausamkeiten in unserer Welt bewegen lassen. Stattdessen bewegt uns Menschen der Gleichschritt des Alltags. Das wird immer wieder dann deutlich, wenn schreckliche Dinge passieren. Wieder einmal werden wir von Bildern und Nachrichten aus vielen Teilen der Welt übereilt: Menschen werden auf grausamste Weise niedergemetzelt. Terroristen scheuen sich nicht einmal davor, Kinder hinzurichten. Und neben dem eigentlichen Schauplatz des Bösen gibt es Millionen, die plötzlich und unvorbereitet alles aufgeben mussten: Hab und Gut, Familien, Arbeitsplatz und alles, was zur Identität eines Menschen gehört, werden geopfert, um mit dem nackten Leben davon zu kommen.
Und es kommt noch schlimmer: Die sogenannten „sicheren Länder“ halten ihre Grenzen geschlossen. Der Weg in die Freiheit bleibt für die Flüchtlinge meist ein unerreichbarer Traum. Auch Europa ist für sie eine geschlossene Festung geworden. Seit dem Jahre 2000 sind an den Rändern Europas 23 000 Menschen gestorben, weil sie diese Festung nicht erreichen konnten. Wir können also hier in Europa nicht einfach so tun, als würden diese schrecklichen Dinge nie passieren! Weil wir uns fein sauber heraushalten.

Die schrecklichen Dinge sind aber nicht nur in weiter Ferne. Dadurch, dass Menschen aus diesen Regionen es dennoch zu uns geschafft haben, werden wir mit ihrer Welt konfrontiert. Und das ist gut so! Manchmal sind solche Menschen bei uns sogar Gemeindeglieder geworden. „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit.“ (1 Kor.12,26). So sind uns die Geschehnisse nahe gekommen. Lösungen zu den Problemen in der Welt haben wir dennoch nicht. Wir können aber unsere ganze Ohnmacht im Gebet aussprechen. Dazu auch Menschen, die selbst fliehen mussten, zur Sprache kommen lassen. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Leipzig haben wir das getan. (www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/migration-und-integration/interkulturelles-leipzig/interkulturelle-wochen/) Gäste und Gemeindeglieder trafen sich in der St. Lukas Kirche in Volkmarsdorf am Freitag, den 26. September. Sie wollten innehalten und über die jüngsten Ereignisse in unserer Welt nachdenken. Vor allen Dingen aber wollten sie beten und die Not des anderen nachempfinden. Unsere Gemeindeglieder konnten davon berichten, wie es ihnen auf der Flucht ging und darüber hinaus, wie es ihnen heute in Deutschland geht. Eine Präsentation über die Situation der Flüchtlinge weltweit wurde mit einigen Erinnerungen und mit einem persischen Gedicht beleuchtet. Der persische Dichter Ahmad Schamelo schreibt u. A.: „HEIMAT IST, WO ICH AKZEPTIERT WERDE“.

Die meisten Flüchtlinge auf der Welt bleiben in ihrer geographischen Heimat, aber sie werden an ihren Heimatorten nicht mehr toleriert, sodass sie fliehen müssen. Weil der Weg in die Freiheit (ins Ausland) nicht möglich ist, bleiben sie heimatlos in ihrem eigenen Land. Einige Gemeindeglieder unter uns haben den weiten Weg in die Freiheit dennoch geschafft. Sie sind eine seltene Ausnahme. Aber auch, wenn man es bis nach Deutschland geschafft hat, ist der Weg immer noch nicht zu Ende. Denn auch in Deutschland fällt es schwer, Menschen zu finden, von denen man akzeptiert wird. Zunächst ist ja die Sprache eine große Herausforderung für jeden Migranten. Aber selbst dann, wenn die Sprachbarriere überwunden wurde, bleibt es ein sehr langer Weg, bevor man sich heimisch fühlt.

Grafikclip 2Wir Christen spüren eine natürliche Verwandtschaft zu solchen fremden Menschen. Sind wir nicht selber Fremdlinge und Pilger, die hier keine bleibende Stadt haben? (Hebr.13,14). Aber auch an anderen Stellen zeigt die Bibel diese Verwandtschaft zu Flüchtlingen an. Die Bibel liest sich nämlich regelrecht wie ein Buch der Flüchtlinge. Von den ersten Seiten an sind fast alle Glaubensväter Flüchtlinge gewesen. Jesus selbst musste mit seinen Eltern nach Ägypten fliehen, um den mörderischen Banden des Herodes zu entkommen. Deshalb können Christen jeden Flüchtling aus unserer Zeit gut verstehen. Aber noch wichtiger ist, dass Jesus sich selbst mit dem Fremden identifiziert: „Ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt.“ (Mt 25, 31 ff).

Ein beleuchtetes Haus auf einer Weltkarte, soll einladend zwigen, dass es doch eine Heimat für den Flüchtling gibt

Ein beleuchtetes Haus auf einer Weltkarte, soll einladend zwigen, dass es doch eine Heimat für den Flüchtling gibt

Das lebhafte Gespräch in der Runde wurde zum Schluss des Abends mit einem Lichtergebet beschlossen. Unsere Kinder aus der „Brücke“ hatten zuvor kleine Häuser mit einem Teelicht gebastelt. Diese Häuser wurden dann im Gedenken an die vielen Flüchtlinge in unserer Welt auf einer großen Weltkarte gelegt.Viele beteiligten sich an dem offene Gebet. Danach durften sich alle mit einer Kürbissuppe aus der „Brücke“ stärken.

Missionar Hugo Gevers

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