Kurz nach unserem Besuch Anfang Mai (Missionare Carlos Winterle, Christoph Weber und Roger Zieger), ereignete sich in einer der Gemeinden eine Tragödie. Der Präses der Synode, Pastor Mateus Sifa berichtet:

“Als ich von unserem monatlichen Treffen der Kircheleitung in Sena zurückkam, besuchte ich die Kirche in Inhamatanda um die Menschen dort zu trösten. Das Haus (mehr eine Hütte) einer sehr aktiven lutherischen Familie war angesteckt worden und die Mutter, zusammen mit einem kleinen Kind, starben in den Flammen. Dem Vater gelang es zwar dem Feuer zu entkommen, aber er erlitt schwere Verbrennungen an beiden Füßen und wurde in das Krankenhaus in Beira eingeliefert.Inhamatanda incêndio IMG11304.jpg

Es waren Verwandte der Familie, die die Hütte, nachts, als die Bewohner tief schliefen, anzündeten. Grund dafür ist, dass diese Verwandten, selbst Angehörige einer anderen Kirche, nicht akzeptieren wollten, dass diese Familie sich der lutherischen Kirche angeschlossen hatte. Der betroffene Familienvater ist Vorsitzender des Gemeindevorstandes der lutherischen Gemeinde.

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Als ich ankam, hörte ich das laute Weinen des gesamten Dorfes. Ich setzt mich zu ihnen und öffnete den Römerbrief, da wo es heißt, dass die Liebe Gottes, durch Jesus Christus, unser ist und dass wir so Siegen werden. Gott ist mir uns, und es gibt im ganzen Universum nichts, das uns von der Liebe Gottes trennen kann, die sich in Jesus Christus offenbart hat, auch nicht Verfolgung und Tod (Römer 8, 31-39)

Und als sie mich fragten: Wie sollen sie denn wieder auferstehen, wo sie doch verbrannt sind und nichts mehr von ihnen übrig ist, als der Schädel der Mutter, schlug ich 1. Korinther 15,35-55 auf, und erklärte ihnen, wie es sich verhält mit der Auferstehung des Körpers und Jesu Sieg über den Tod.

Das tröstete sie und fühlten sich ermutigt, denn sie glauben, dass auch wenn der Tod kommt, dies nicht das letzte Wort ist – in Jesus Christus haben wir die gewisse Zusage des ewigen Lebens.

Ich habe mit ihnen gebetet und eine kleine Summe zur Unterstützung der trauernden Familie da gelassen. Euch bitte ich: Betet für alle, die in Inhamandanda wohnen.”

“Der Herr ist freundlich und seine Güte währet ewiglich”. Psalm 136,1

Carlos Walter Winterle

Coordinator Mozambique Project

Übersetzung RZ
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